Auszeit mit mir selbst

  • Freitag, 30 September 2016 10:03
  • geschrieben von  Steffi

Wenn man sich morgens auf dem Weg zur Arbeit wünscht, man könnte doch eventuell von einem Raumschiff voller Aliens entführt werden und diese Option dabei noch als Best Day Ever empfindet, sollte man sich zweierlei überlegen: Therapie oder Auszeit.

Wenn man eine tolle Freundin oder einen geduldig zuhörenden Kater hat, erübrigt sich eine Therapie. Also Auszeit. Aber was tun? Mit dem Fahrrad einmal um die Welt, am Ende der Welt ohne Kommunikation leben oder einfach nur lernen, die Welt zu verstehen ist einfacher gesagt als getan. Zumal man mich sicher nie auf einem Fahrrad, oder ohne iPhone erleben wird. Aber nun mal Spaß beiseite. Zumindest für kurz.

Ein ernst gemeinter Ratschlag von mir?

Sich zu allererst einmal klar werden, was einem im Leben überhaupt Stress verursacht. Ist es die Arbeit, das Privatleben oder beides? Next step, Lösungen suchen. Warum? Weil es von alleine niemals besser werden wird und jahrelanges Klagen auch keine Veränderungen bewirken kann. Darüber hinaus wird es alle Beteiligten auch irgendwann nerven, wenn man immer über die gleichen Themen lamentiert, statt aktiv zu werden. Heißt, Gespräch suchen mit den Kollegen, dem Chef oder dem Partner. Und wenn dies auf Dauer nichts verändert, dann folgt der zweite Schritt.

Veränderung!

Veränderung! Das mag durchaus nicht immer leicht sein, aber man sollte sich auch in Erinnerung rufen, dass man keine fünf Leben zur Verfügung hat und daher aus dem einen das Beste herausholen sollte. Meine schönste Auszeit hatte ich mir tatsächlich genommen, als sich vor einer Weile ein sehr stressiger und nicht wirklich guter Job trotz aller Bemühungen nicht verändern ließ. Koffer gepackt und mit dem Partner ein halbes Jahr nach Schweden gegangen. Er hatte einen Job, ich habe mein Leben neu sortiert. Und viel Zeit mit mir selbst verbracht.

Muss man lernen, ist aber toll!

In meiner vielen freien Zeit habe ich dann tatsächlich einmal festgehalten, was ich eigentlich zukünftig tun möchte. Welche Art von Arbeit bzw. welche Arbeitsstelle wird besser zu mir passen als die Letzte? Möchte ich in ein großes oder kleines Unternehmen, das gleiche Aufgabengebiet oder etwas Neues lernen? Auf alle meine Fragen habe ich letztendlich eine Antwort gefunden und mich dann zielgenauer beworben. Und dabei sollte man nicht vergessen, auch dem neuen Arbeitgeber Anforderungen zu stellen. Ein Arbeitsverhältnis ist schließlich keine einseitige Geschichte, man benötigt sich gegenseitig, also los, Wünsche formulieren.

Und wenn man sich wirklich mehr Erholung im Leben gönnen möchte, dann gehört es auch dazu, vor Mitternacht Feierabend zu machen. Dann gibt es noch ausreichend Zeit für das eigene Leben. Nicht jeden Abend auf dem Sofa, sondern gefüllt mit Hobbys, Freunden und neuen Ideen. Ab und zu Sofa ist natürlich auch in Ordnung. Vor allem mit Buch oder TV-Serie. Bei mir natürlich Serie. Mein Tipp für eure Auszeit auf dem Sofa? „Stranger Things“. Am besten zu zweit. Alleine ist es etwas unheimlich. Und dann wäre es das ja wieder gewesen mit der schönen Erholung :) Auszeit mit mir selbst.

Text: Stefanie Lehnert

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