Finisher: Claudia Überall aus Laupheim

  • Sonntag, 09 November 2014 00:00
  • geschrieben von  Claudia

Fisherman´s Friend StrongmanRun – der weltgrößte Hindernislauf durch die "Grüne Hölle". Es fing alles ganz harmlos an: Mein Kollege sagte mir: Wir melden uns zum Hindernislauf an! Ich lehnte dankend ab... aber er war sehr hartnäckig. Also sagte ich, zumindest der Voranmeldung, zu und hoffte insgeheim, dass die Startplatzvergabe ohne mich stattfindet. Bei über 27.000 Anmeldungen und 13.000 Startplätzen eine gute Chance. Der September rückte näher und am 9. September war klar: Wir haben Startplätze!

 

Mit Respekt ging ich in die Trainingsphase:
Mindestens 3x die Woche Krafttraining, weil ich überhaupt keine Muskeln in den Armen habe... hatte? Funktionelles Zirkeltraining – zur Stärkung der Sekundärmuskulatur und laufen, laufen... Die Vorbereitungsphase lief super – wir hatten ja fast keinen Winter, einen fast hochsommerlichen April, und dann: 10. Mai 2014 – meine Worst-Case-Vorstellungen werden wahr! 8 Grad C°, stürmischer Wind, Regen. 24 km, 1.300 km Höhenmeter und 34 imposante Hindernisse liegen vor uns. Gegen 12 Uhr reihen wir uns in der Boxengasse des Nürburgrings zur Startaufstellung ein – dann endlich: 13 Uhr, der Startschuss.

Wir laufen los und lassen uns überraschen, was denn alles auf uns zu kommt. Nach etwa 1 km kommen Strohballen, die übersprungen werden müssen... alle paar Meter werden die höher. Bei annähernd 2 Meter kam man alleine nicht mehr drüber. Aber der sportliche Gedanke war bei allen Läufern da und jeder half jedem... was mit den großen Reiz und den großen Spaß bei dem Rennen ausmacht. Aber die Strohballen waren erst die Vorboten. Das erste wirkliche Hindernis war psychologisch wichtig: Wer erst mal völlig durchnässt und voller Lehm ist, der schreckt vor nichts mehr zurück. Die Wasserhindernisse mit einer Temperatur von 8 Grad C°, waren eine willkommene Aufwärmung, eine gefühlt warme Dusche... man kann sich dann ungefähr vorstellen, wie die Lauftemperatur war. Aber egal – Augen zu und durch. Ankommen ist das Ziel.

Es geht über Steilwände, Netze, Gummireifen, Wasserbecken, Treppen, Überseecontainer, Rutschen und auch ein paar Strom geladene Überraschungen. Dazwischen, laufen, laufen, laufen – aber wir haben es geschafft. Finisher. Yeah! Alles andere als ein Sonntagsspaziergang – aber ein riesen Spaß!!

Wer die sportliche Herausforderung liebt sollte sich das nicht entgehen lassen und für nächstes Jahr habe ich mich auch schon Vorangemeldet... ganz freiwillig!

Wen die Hindernis-Lust gepackt hat, hier gibt‘s mehr: www.fishermansfriend.de

Wir danken Claudia Überall für ihren sportlichen Bericht.

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  • Letzte Änderung am Samstag, 15 November 2014 19:33
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